
60 Jahre deutsche Kriegsgräberstätte
Am 1. Oktober 1966 war es soweit: Nach fünf Jahren Umbettungs- und Aufbauarbeiten eröffnete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberpflege e. V. die Kriegsgräberstätte Niederbronn-les-Bains. Über 15.000 deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkrieges, die im Elsass, im Département Moselle und in einigen grenznahen deutschen Gebieten bestattet waren, wurden hierher umgebettet und ihre Verwandten nahmen an der Eröffnung teil.
Vorausgegangen war ein langer Prozess: vom deutsch-französischen Kriegsgräberabkommen 1954 über den ersten Kontakt zwischen dem Volksbund und der Stadtverwaltung von Niederbronn-les-Bains bis zu den ersten Jugendcamps, die einen wichtigen Beitrag zur Errichtung des Friedhofs leisteten und Kontakt zur lokalen Bevölkerung knüpften. Um diese Entwicklung detailliert darzustellen, plant die JBS Niederbronn eine Ausstellung sowie ein neues pädagogisches Modul - ein Simulationsspiel, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielerisch die Prozesse nachstellen, die zur Eröffnung des Friedhofs geführt haben: von der staatlichen über die städtische bis hin zur persönlichen Ebene.